DevOps für SAP – wie sieht die praktische Umsetzung aus?

DevOps für SAP – wie sieht die praktische Umsetzung aus?

DevOps für SAP – wie sieht die praktische Umsetzung aus?

Ob Sie mit DevOps und dem Mehrwert, den es einem Unternehmen verschaffen kann, etwas anfangen können oder nicht – es wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass dieser Ansatz wesentliche Vorteile mit sich bringt. Und immer mehr Unternehmen fragen sich, warum sie DevOps noch nicht für ihre ERP-Systeme nutzen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da musste ich regelmäßig erklären, was agile Softwareentwicklung und DevOps eigentlich heißt. Heute kommen immer mehr Kunden auf uns zu, die diese Ansätze auf ihre SAP-Systeme übertragen wollen.

Warum also dieser Wandel? Transformation ist der Schlüssel.  Der digitale Wandel, ein Umzug in die Cloud, der technische Fortschritt, S/4HANA und vieles mehr tragen dazu bei, dass der Druck auf Unternehmen, Innovation voranzutreiben, Software schneller auszuliefern und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, immer größer wird. SAP-Teams müssen darauf reagieren.

Traditionelle SAP-Entwicklungsprozesse, die auch heute noch am häufigsten genutzt werden, leiden jedoch unter einem sehr langsamen Änderungstempo. Sie können den Unternehmensanforderungen nicht schnell genug nachkommen und bergen ein hohes Ausfallrisiko.

DevOps löst viele dieser Probleme, indem es die Softwareauslieferung in kürzeren, häufigeren Auslieferungszyklen unterstützt, bei denen Qualität von Anfang an im Mittelpunkt steht und Risiken wesentlich reduziert werden.

Die Herausforderung, vor der selbst die bereitwilligsten Unternehmen stehen, ist, dass SAP nicht genauso gehandhabt werden kann wie andere IT-Systeme. Die grundlegenden Anforderungen für DevOps sind dieselben – einige von ihnen haben wir in diesem E-Book besprochen – doch die praktische Umsetzung ist vollkommen anders. Ihre Standard-DevOps-Tools unterstützen SAP nicht ohne Weiteres und DevOps-Experten sind nicht im gleichen Maße damit vertraut, was für SAP benötigt wird. SAP-Experten hingegen haben unter Umständen noch nie etwas von DevOps gehört!

Wie sieht also die praktische Umsetzung aus? Wie können Unternehmen DevOps für SAP schnell und effizient einsetzen? Wir haben dieses sehr detaillierte White Paper ausgearbeitet und zudem im Folgenden die wichtigsten Aspekte aufgelistet.

Auswirkungen auf den SAP-Entwicklungslebenszyklus

SAP-Änderungsprozesse haben schon immer von Tools zur Unterstützung von Governance-Prozessen, Audits, Arbeitsabläufen und Freigaben profitiert. DevOps ist jedoch für SAP aufgrund seiner Architektur anders und allgemeine Tools können SAP nicht unterstützen.

Eine agile Softwareentwicklung sowie spezialisierte technische Automatisierungs-Tools sind erforderlich, um eine kontinuierliche Änderungsauslieferung zu ermöglichen und zu verwalten. Diese Tools müssen integriert werden, um den Informationsfluss zu gewährleisten und vollständige Sichtbarkeit zu bieten.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass DevOps in SAP für jedes Unternehmen zwar anders aussehen kann, aber alle Prozessphasen von der Entwicklung über die Qualitätssicherung bis hin zur Vorproduktion und Produktion jeweils betroffen sein können.

Höhere Qualität in der Entwicklung

Eine schnellere Auslieferung erfordert einen robusten und flexiblen Entwicklungsprozess, der klare Geschäftsanforderungen mit konstantem Feedback kombiniert, wobei Qualität bereits von Beginn des Prozesses an „nach links verschoben“ wird und sie somit in erheblichem Maße an Bedeutung gewinnt.

Wir müssen sicherstellen, dass nichts die Entwicklung verlässt, ohne vollständig auf Qualität geprüft worden zu sein, denn das minimiert spätere Kosten aufgrund von Problemen, Fehlern und Nacharbeit. Dazu gehören auch automatisierte Komponententests, die Gewährleistung der Code-Qualität sowie Leistungs- und Sicherheitsprüfungen.  Dank täglicher Stand-up-Meetings und Peer Reviews können wir sowohl optimale Sichtbarkeit bieten als auch auf stetes Feedback zurückgreifen.

Eine stärkere Einbeziehung des Geschäftsbetriebs stellt sicher, dass Kundenanforderungen klar verstanden werden. Die Integration anderer IT-Funktionen wie z. B. der Qualitätssicherung ermöglicht einen frühzeitigen Validierungsschritt bereits während des Entwicklungsprozesses.

Risikoarme Auslieferung für effizientes Testen

Kontinuierliche Integration gewährleistet, dass Änderungen erfolgreich und risikolos für Tests oder andere nachgelagerte Funktionen bereitgestellt werden können. Für eine gute Auslieferungshäufigkeit ist auch die Fähigkeit erforderlich, je nach Geschäftsprioritäten auszuwählen, was bereitgestellt werden soll, anstatt lange Freigabezyklen hinzunehmen.

Für das Risikomanagement sind Kontrollen und Automatisierungs-Tools erforderlich, so dass unerwünschte Nebeneffekte und Probleme vermieden werden können.

Die Prüfung der Änderungen auf Vollständigkeit, Sequenzierung, Abhängigkeiten, Risiken und Auswirkungen verhindert viele Probleme bei der SAP-Auslieferung. Dieser agilere Ansatz beschleunigt die Auslieferung von neuen Funktionen – Änderungen können selektiv, automatisch und zum erforderlichen Zeitpunkt sicher bereitgestellt werden, ohne dass ein kompletter Release abgewartet werden muss.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr aktuelles System nicht zusammenbricht

Sie sollten sichergehen, dass Ihre aktuellen Systeme nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn neue Funktionen in die Produktion gegeben werden. Kontinuierliches Testen gewährleistet, dass Änderungen häufig und dank robuster und wiederholbarer Regressionstests mit der notwendigen Funktionsabdeckung sicher getestet werden können.

Die Automatisierung von Tests ist daher von großer Bedeutung, denn so kann in Regressionstests alles geprüft werden kann, was für den Geschäftsbetrieb entscheidend ist. Damit Sie sichergehen können, dass stets alles Erforderliche getestet wird, benötigen Sie Lösungen, die sich der Robotic Test Automation bedienen.

So haben Sie größeres Vertrauen und ein deutlich geringeres Risiko, da negative oder unerwartete Auswirkungen bei der Bereitstellung von Änderungen am laufenden System minimiert werden.

Minimierte Auswirkungen auf die Produktion

Es verbleibt stets ein Risiko, wenn auch minimal, dass die SAP-Bereitstellung den Geschäftsablauf durch Unterbrechung des Systembetriebs stört.

Strenge Kontrollen und automatisierte Checks gewährleisten, dass Änderungen sicher bereitgestellt werden können, und das mit einem wesentlich geringeren Risiko eines Systemausfalls oder einer Unterbrechung der Geschäftsprozesse.

Definieren Sie einen Notfallplan, denn sollte es doch zu Problemen kommen, werden die Auswirkungen des änderungsbedingten Ausfalls minimiert und der Geschäftsablauf kann aufrechterhalten werden.

Auswirkungen auf Ihre Mitarbeiter

Die Art und Weise, wie DevOps die Rollen und Arbeitsweisen Ihrer Mitarbeiter beeinflusst, kann genauso wichtig sein wie die Änderungen an Tools und Prozessen. Traditionelle Teams aus Fachleuten mit derselben Funktion müssen durch multidisziplinäre Teams ersetzt werden, in denen Management, Entwicklung, Qualitätssicherung, Geschäftsbetrieb und Sicherheit zusammenarbeiten.

Eine Änderung der Rollenbeschreibung und Verantwortlichkeiten sowie eine neue, auf Zusammenarbeit basierende Kultur sind ebenso vonnöten. Um DevOps erfolgreich zu implementieren, ist es wichtig, alle beteiligten Mitarbeiter ins Boot zu holen, statt ihnen Änderungen von oben aufzuzwingen.

Vorteile und Ergebnisse von DevOps

Änderungen gibt es immer wieder, und Unternehmen müssen in der Lage sein, sofort zu reagieren. Ihre IT-Systeme sollten daher flexibel genug sein, sich schnell auf diese Änderungen einzustellen, sich zu erweitern und anzupassen.

Eine beschleunigte Auslieferung darf jedoch nicht auf Kosten der Geschäftskontinuität gehen. Eine erfolgreiche Umsetzung von DevOps für SAP kombiniert Geschwindigkeit, Qualitätsverbesserung und ein verringertes Risiko. Es verleiht Unternehmen die Flexibilität, ihre SAP-Umgebungen nach ihren Geschäftsanforderungen zu ändern. Dabei können sie sicher sein, dass die gewünschten Ergebnisse ohne Beeinträchtigung der Stabilität erreicht werden können.

Und daher sollten die Auswirkungen, die eine Umstellung auf Ihre Prozesse, Ihre Mitarbeiter und Ihre Technologie mit sich bringt, sorgfältig bedacht werden.

 

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