SAP TechEd 2018: Gartenarbeit in der Cloud (mit einer Portion DevOps für SAP)

SAP TechEd 2018: Gartenarbeit in der Cloud (mit einer Portion DevOps für SAP)

SAP TechEd 2018: Gartenarbeit in der Cloud (mit einer Portion DevOps für SAP)

„Ich bin davon überzeugt, dass das größer wird, als man bei SAP jemals geglaubt hat.“

Das sind nicht meine Worte.

So eröffnete Bernd Leukert in der letzten Woche die SAP TechEd 2018 in Las Vegas. Es ist eine gewagte Aussage – umso mehr angesichts der Tatsache, dass SAP eines der führenden Softwareunternehmen der Welt ist ... aber Bernd wird wissen, wovon er spricht. Immerhin ist er Mitglied des SAP-Vorstands und gehört dem Unternehmen seit fast 25 Jahren an.

Mit Sicherheit wird man mir jetzt vorwerfen, ich würde Marketing für SAP machen, weil ich nun sogar schon im Eingang ein SAP-Statement verbreite ... und es trifft ja auch zu, dass SAP deutlich enthusiastischer als die meisten anderen gern und laut von der eigenen Großartigkeit schwärmt.

Doch unabhängig davon hat die diesjährige TechEd tatsächlich den Eindruck vermittelt, dass einige der Hypes der letzten Jahre nun endgültig hinter uns gelassen werden. Alles dreht sich um den digitalen Wandel!

 

Clever verpackt

 

Im Mittelpunkt der diesjährigen SAP-Präsentation standen „Intelligent Enterprise“ – ein Konzept, das auf der Sapphire 2018 als Sammelbegriff für Leonardo und die Cloud vorgestellt wurde, sowie die zahlreichen Vorteile, die sich daraus für Unternehmen ergeben (z. B. KI, IoT, Big Data, S/4HANA etc.).

So weit, so gut, so Marketing… Die wesentliche Botschaft war, dass erfolgreiche digitale Unternehmen die Cloud brauchen, um die Vorteile des neuen Leonardo von SAP und die riesigen Datenmengen, die sie generieren, optimal nutzen zu können. Das trifft ziemlich genau das, was ich auf dieser 68-minütigen Präsentation gelernt habe.

Das Schöne an der TechEd ist (zum Beispiel im Vergleich zu SAP Sapphire), dass Ankündigungen in der Regel etwas konkreter sind und in der diesjährigen Keynote gab es tatsächlich einige interessante Highlights.

 

Cloud-Wolke 7 – die SAP-Plattform

 

Viele Ankündigungen auf der TechEd 2018 drehten sich um die Cloud.

Als erstes hat SAP eine der wichtigsten Ankündigungen des vergangenen Jahres aufgegriffen und die GA-Version der „SAP Cloud Platform, ABAP Environment“ ausgeliefert. In diesem Blog aus dem Jahr 2017 finden Sie weitere Einzelheiten zum letzten Jahr. Im Wesentlichen scheint es so, dass Unternehmen die umfangreichen ABAP-Kenntnisse und -Erfahrungen, die sie auf dem Weg in die Cloud sammeln, mit der SAP Cloud Platform ABAP Environment noch besser nutzen können. Dieser exzellente Blog bietet dazu eine detailreiche Erklärung. ABAP PaaS ist eine interessante, und vielleicht auch leichter verständliche Art, SCPABAPE zu beschreiben (auch wenn es niemand tatsächlich so nennt).

Der Einsatz von Git für die Versionierung ist auch für uns bei Basis Technologies interessant, da bereits einige unserer Kunden Git-Technologien mit unserer Lösung ActiveControl kombinieren, um SAP-Änderungen schneller und effektiver umzusetzen. Dazu präsentierten wir zusammen mit Ericsson in Las Vegas eine ActiveControl/GitLab-Integration, die es erlaubt, SAP vollständig in eine Multiapplikations-CI/CD-Pipeline zu integrieren. Das hat wirklich Eindruck hinterlassen.

 

Und nun ab in den Garten

 

Auch die Open-Source-Lösung „Project Gardener“ von SAP stand in der TechEd-Keynote im Fokus, als es um die Cloud ging. Ich denke, dass dies für viele Teilnehmer etwas wirklich Neues war, denn ich glaube, viele ABAP-Experten der alten Schule sind nicht wirklich mit den Herausforderungen beim Management von Kubernetes Clustern vertraut.

Und um ehrlich zu sein, ich bin es auch nicht. Auf der Projekt-Website (Link oben) und in dieser SAP-Blog-Serie befinden sich eine ziemlich gute Einführung und viele weitere Informationen.

Eine wichtige Aussage war, dass zwar schon seit einiger Zeit die Virtualisierung von SAP-Systemen ein heißes Thema ist – doch wie viele Unternehmen sind tatsächlich bereits zu AWS, Azure oder gar GCP migriert? – Es ist interessant, dass mittlerweile auch SAP die Containerisierung als Möglichkeit sieht, Cloud-basierte Lösungen effektiver zu machen.

Und wieder können wir sagen, dass die Kunden von Basis Technologies diese Technologie bereits einsetzen. Der Fall Ericsson zeigt, dass mit Containerisierung bis zu 9 parallele Entwicklungssysteme effizient betrieben werden können. Dabei kann zudem die Einrichtung einer SAP-Umgebung an die Konfiguration anderer Anwendungen angepasst werden. Das bedeutet auch, dass sie eine sehr flexible Infrastruktur nutzen und SAP-Systeme bei Bedarf umstellen oder neu aufsetzen können. ActiveControl bietet die Möglichkeit, SAP-Änderungen in solch einer dynamischen Landschaft automatisch zu verwalten und zu verschieben.

 

Alles nach links verschieben

 

Die Idee, Systeme schnell und einfach aufzusetzen oder bestehende zu aktualisieren, ist eng mit dem Konzept des „Shift Lefts“ verbunden – einem der wesentlichen Merkmale des DevOps-Ansatzes, der durch die Automatisierungsplattform von Basis Technologies ermöglicht wird.

Zum Beispiel eliminiert Testimony, unser revolutionäres Regressionstest-Tool, den Bedarf an Erstellung und Pflege von Testscript-Bibliotheken, es erfordert keine aktuellen Testdaten und keine umfangreichen Testlandschaften mit mehreren Systemen. Das heißt, es gibt für Ihre Entwickler keine Entschuldigung mehr, Code an die QA zu senden, ohne vorher einen Regressionstest durchzuführen. Sie brauchen nur noch eine geeignete Kopie des Produktionssystems, die über einen containerisierten Ansatz ohne viel Aufwand bereitgestellt werden kann.

 

CI/CD und DevOps für SAP

 

Die Cloud war also das beherrschende Thema von SAP auf der TechEd 2018, doch leider neigen Messeankündigungen oft dazu, mehr auf die Zukunft zu schauen, als etwas wirklich Greifbares für das aktuelle Geschäft zu bieten. Und jetzt möchten Sie wahrscheinlich gern hören, welche Themen dem Hier und Jetzt galten.

Nun ... der große Andrang bei der erwähnten Ericsson-Präsentation hat bewiesen, dass das Interesse an DevOps und CI/CD für SAP hoch ist und weiter wächst. Ein Grund dafür ist, dass immer mehr SAP-Profis unabhängig voneinander die Vorteile der DevOps-Automatisierung entdecken (wer wünscht sich nicht solche Ergebnisse, wie sie unsere Kunden erleben: 50 x schnellere Auslieferung von Änderungen, 70 % weniger Produktionsausfälle).

Wir beobachten außerdem ein stetig steigendes Interesse bei den Partnern (Berater, Systemintegratoren etc.), die ihren Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten wollen und erkennen, dass DevOps genau das kann.

Die wahrscheinlich größte Gruppe von Interessenten waren jedoch die Unternehmen, die bereits Erfolge mit einem DevOps-Ansatz außerhalb von SAP feiern konnten. Denn viele der IT-Experten in diesen Unternehmen befinden sich jetzt in Erklärungsnot und müssen darlegen, warum dasselbe Ergebnis in einer SAP-Umgebung nicht möglich sein soll (es ist ja möglich – man braucht nur die richtigen Tools und den richtigen Ansatz). Im Extremfall kann ein zu geringes Tempo bei den Implementierungen von Änderungen für die SAP-Systeme das gesamte Unternehmen bremsen, nämlich dann, wenn auch die Updates für DevOps-geführte Anwendungen aufgrund von SAP-Abhängigkeiten nicht vorgenommen werden können.

 

Migration zu S/4HANA

 

Ohne Worte ... Es ist keine Überraschung, dass S/4HANA wegen der im Jahr 2025 auslaufenden Support-Fristen ein extrem heißes Thema ist, auch wenn es in der Botschaft von SAP kaum Erwähnung fand.

Wenn man einmal nicht über DevOps sprach, ging es meist darum, wie die Automatisierungsplattform von Basis Technologies den Übergang zu S/4 unterstützen kann. Zu diesem Thema gibt es in diesem Blog mehr Informationen – und wenn Sie das Glück haben, die TechEd Barcelona zu besuchen, können Sie die Präsentation von Procter & Gamble erleben, bei der detailliert erklärt wird, wie die Innovation zusammen mit Basis Technologies den Übergang zu S/4HANA unterstützt hat. Die Präsentation startet am Mittwoch, den 24. Oktober um 14.00 Uhr. Verpassen Sie sie nicht!

 

Gut investierte Zeit

 

Für uns von Basis-Technologien ist die Zeit auf der SAP TechEd immer eine wertvolle Erfahrung. Für unser Technikteam ist es eine tolle Möglichkeit, zu sehen, welche Neuerungen SAP bietet, aber noch wichtiger ist, dass wir mit einem anderen Teil der SAP-Community in Kontakt kommen (neben denen, die wir auf der Sapphire getroffen haben). Zum wiederholten Mal hat uns die positive Einstellung und Begeisterung zu unseren Produkten gefreut – daher vielen Dank an alle, die unseren Stand besucht und so viele nette Dinge gesagt haben!

Wir freuen uns darauf, auf der TechEd in Barcelona viele weitere interessante Gesprächspartner zu treffen.

In der Zwischenzeit (oder wenn Sie diesen Artikel später lesen) können Sie jetzt eine Demo anfordern, um mehr darüber zu erfahren, wie unsere DevOps- und Testautomatisierungs-Plattform Sie dabei unterstützt, die Softwareauslieferung in Ihrem Unternehmen zu transformieren.